Mitbauen an unserer Zukunft - Partizipation im Projekt 'Jugend im Hunsrück'

Noch im Dezember konnten wir uns mit einer Gruppe Jugendlichen und jungen Erwachsenen zu einem Workshop zusammenfinden, in dem wir das Projektvorhaben und die Vorgehensweise mit aula auf Herz und Nieren testen konnten. Ein riesen Dank geht dabei an alle Teilnehmenden. Aufgrund der Arbeits- und Schulzeiten war es uns nämlich nur möglich, an einem Freitagabend ab 17:00 Uhr zusammen zu kommen. Darüber hinaus hat uns das Jugendparlament Simmern-Rheinböllen den kleinen Sitzungssaal der örtlichen Verbandsgemeinde organisieren können, sodass wir uns nur noch um die Verpflegung der Gruppe kümmern mussten. 

Der Workshop selbst startete mit einer kleinen Vorstellungsrunde, gefolgt von einer Projekteinführung anhand des Golden Circle. Ins gemeinsame Arbeiten und Entwickeln kamen wir beim zentralen Tagesordnungspunkt: Partizipation erleben mit Lego® SeriousPlay®. Diese Methode ist meiner absoluten Favoriten, da sie sehr universell einsetzbar ist und den Teilnehmenden viele Vorteile einbringt, darunter:  

  • Fördert Kreativität und spielerisches Denken
  • Verbessert die Kommunikation und Zusammenarbeit
  • Erhöht das Engagement und die Motivation
  • Ermöglicht tiefere Reflexion und Problemlösung
  • Stärkt das Selbstvertrauen und die Selbstdarstellung
Nach einer Aufwärmrunde, in der die Teilnehmenden in mehreren Runden mit abnehmender Anzahl an Bausteinen eine Ente mit "special feature" bauten, haben wir uns dem Begriff Partizipation genähert. Die einfache Fragen: "Was ist mir bei Partizipation wichtig? Wie sieht Partizipation für mich aus?" hat dabei die unterschiedlichsten Ideen und Modelle hervorgebracht. Beispielhaft und zur Verdeutlichung der Bandbreite Fotos der Modelle "Teil eines großen Ganzen" und "Alle mit an Bord".


Dann ging es ans Eingemachte und wir haben den Beteiligungsprozess von aula unter die Lupe genommen. Das Tool hatte ich ja bereits im letzten Post vorgestellt. Es soll Dreh- und Angelpunkt des Projektes werden. Allerdings angepasst, an das, was Jugendliche im Hunsrück benötigen, auch im außerschulischen Bereich. Die Ergebnisse werden aufbereitet und mit aula.de ausgetauscht, um eine für alle Seiten gangbare Umsetzung zu gestalten. Die Anregungen aus dem Workshop werden im Folgenden beschrieben:

Wilde Ideen
  • Ein Backlog / Speicher für wilde Ideen, ausgearbeitete, überprüfte sowie in der Umsetzung gescheiterte Projekte.
Quorum
  • Likes nicht nur in der App sondern auch über Website. ==> Abneigung gegen den Download einer weiteren App.
Überprüfung (der Umsetzung)
  • Gewichtung von Kriterien.
  • Objektive Kriterien und Personenbezug ausschalten.
Abstimmung
  • Multiple Abstimmungswege und -medien anbieten. App, PC, Präsenzwahl.
Ergänzung zum Prozess: After Sales, Supervision, Begleitung der laufenden Projekte
  • Kontinuierliche Supervisionsangebote, Reflexion, Unterstützung.
  • Vernetzung mit weiteren Akteuren.
  • Bewerben des Projektes.
Weitere Gedanken
  • aula als Inspirationsquelle für kreative Ideen.
  • Interaktion immer auch per QR-Code ermöglichen. Dazu ein Template mit   Wiedererkennungswert entwickeln.
  • QR-Codes nicht nur digital, sondern auch als Aushang an frequentierten (aber langweiligen) Orten wie Bushaltestellen.
  • Projekte in unterschiedlichen Abstufungen (Zeit, Geld, Qualität) --> Portfolio Management.
  • Niederschwelliger Einstieg in das Programm, eventuell auch in einfacher Sprache.
  • Über definierte Ablaufzeiten und Zeitfenster Verbindlichkeit herstellen.
  • Raus aus der Bildungsbubble - Offenheit für Ansichten außerhalb des Gymnasiums / der Uni.
  • Rein auf Freiwilligkeit hoffen wird nicht funktionieren --> Begleitende Demokratie / Partizipation.
  • Start mit einem "Banger", über etablierte Institutionen anschieben und dann dranhängen.
Abgeschlossen wurde der Freitagabend mit zwei Metern Pizza eines nahegelegenen Restaurants und einem kleinen Ausblick auf das, was uns die Ergebnisse des Workshops ermöglichen.

Die Ergebnisse des Workshops bestimmen nun auch den weiteren Fahrplan des Projektes. Als Partizipationstool ist aula gesetzt, sofern sich die Anpassungen an die Bedürfnisse der Jugendlichen umsetzen lassen. Um dies zu erreichen suche ich schnellstmöglich das Gespräch mit aula.de, spätestens jedoch im Februar, wenn die dortige Ausbildung zum aula-Botschafter startet. Was bis dahin noch in "Jugend im Hunsrück" passiert, erfahrt ihr natürlich im Blog.

Viele Grüße
Tim






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