Hei Suomi - Jugend im Hunsrück erkundet die LEADER PoKo Region - Tag 3

Tag 3: Mänttä Vilppula – Von industrieller Geschichte bis zur Jugendarbeit vor Ort!

Nach den ereignisreichen ersten beiden Tagen in Finnland, voller Bildungseinblicke und Kanu-Abenteuer, startete der Mittwoch, der 21. Mai 2025, mit der Aussicht auf einen Tag voller spannender Erkundungen rund um Mänttä Vilppula. Was würde dieser Tag wohl für uns bereithalten?

Vormittags: Fahrt nach Mänttä Vilppula und Mittagessen in historischem Ambiente

Der Vormittag stand ganz im Zeichen der Reise zu unserem nächsten Zielgebiet, Mänttä Vilppula. Nach dem Frühstück machten wir uns auf den Weg zu dieser charmanten Region. Dort angekommen, stand erst einmal ein gemeinsames Mittagessen im Restaurant Honkahovi auf dem Programm, um uns für die bevorstehenden Aktivitäten zu stärken. Honkahovi, ursprünglich 1938 von der G.A. Serlachius Inc. als Residenz für den Generaldirektor R. Erik Serlachius gebaut, ist bekannt für seine hohe Bau- und Ausstattungsqualität. Das Besondere an diesem Ort ist unter anderem eine riesige Glasscheibe, die einen atemberaubenden Blick auf die umliegende Seenlandschaft bietet und so das Mittagessen zu einem besonderen Erlebnis machte.


Nachmittags: Einblick in die Stadtgeschichte und die lebendige Jugendarbeit vor Ort

Nach dem Mittagessen begaben wir uns auf einen Spaziergang in Richtung der ehemaligen Papierfabrik. Dort tauchten wir tief in die Stadtgeschichte ein und informierten uns über den prägenden Einfluss der Familie Serlachius auf die Entwicklung von Mänttä Vilppula. Die Industriellenfamilie Serlachius hat Mänttä zu einem bedeutenden Zentrum der Papierindustrie gemacht und die Region nicht nur wirtschaftlich, sondern auch kulturell stark geprägt. So wurde die Gösta Serlachius Kunststiftung bereits 1933 gegründet, um die umfangreiche Kunstsammlung von Gösta Serlachius zu betreuen und ein Museum zu bauen. Dies gab uns einen faszinierenden Einblick in die industrielle Vergangenheit und das kulturelle Erbe der Region.

Am Nachmittag stand dann ein Besuch an, der uns weitere spannende Einblicke in die finnische Jugendarbeit ermöglichte: Wir besuchten das Jugendzentrum Mänttä (Kirkkis). Das Jugendzentrum war sehr modern eingerichtet und bot eine einladende Atmosphäre (siehe Foto der Gruppe im Jugendzentrum!). Es war toll zu sehen, welche Angebote und Möglichkeiten junge Menschen hier vor Ort haben. Wir spielten gemeinsam ein lustiges Kahoot-Quiz über Finnland, bei dem wir unser Wissen testen und viel Spaß hatten. Außerdem wurde fleißig Tischtennis und Billard gespielt. Zur Stärkung gab es leckere Waffeln mit Eis und Sahne sowie verschiedene Getränke. Der persönliche Austausch mit den Sozialarbeiterinnen vor Ort und zwei Jugendlichen war besonders wertvoll. Wir konnten viel über ihre Arbeit und die Perspektiven junger Menschen in Finnland erfahren.
Die starke Verankerung der Jugendarbeit in Finnland


Unser Besuch im Jugendzentrum und der Austausch mit den Fachkräften verdeutlichte uns erneut, wie wichtig Jugendarbeit in Finnland genommen wird. Jugendarbeit ist in Finnland bereits seit 1972 gesetzlich geregelt. Die aktuelle Gesetzgebung, das finnische Jugendgesetz von 2006, legt die Ziele und die Entwicklung der Jugendarbeit fest. Es hat zum Ziel, die Lebensbedingungen junger Menschen zu verbessern und günstige Voraussetzungen für ihre zivilgesellschaftlichen Aktivitäten zu schaffen. Auch die Förderung der Gleichheit zwischen Generationen und Geschlechtern sowie Toleranz und kulturelle Vielfalt sind wichtige Anliegen.
Das finnische System betont eine umfassende Zusammenarbeit zwischen Bildungs-, Sozial- und Gesundheitsbehörden sowie Schulen und Elternhaus, um sicherzustellen, dass Schulen sichere Orte sind und junge Menschen die Unterstützung und Beratung erhalten, die sie für ihre Entwicklung und Unabhängigkeit benötigen. Diese starke gesetzliche Verankerung und die Förderung durch das Ministerium für Bildung und Kultur zeigen, wie ernst Finnland die Förderung und Unterstützung seiner jungen Bevölkerung nimmt.

Abendausklang: Sauna und Badespaß

Den Abend ließen wir bei einem gemeinsamen Abendessen gemütlich ausklingen. Und was wäre ein Finnland-Abend ohne die typisch finnische Tradition? Ein weiterer Höhepunkt war der Besuch der Sauna, gefolgt von einem erfrischenden Bad im See. Die perfekte Art, den ereignisreichen Tag entspannt ausklingen zu lassen und das finnische Lebensgefühl hautnah zu erleben.


Fazit des Tages:
Der dritte Tag in Finnland war eine perfekte Mischung aus spannenden Einblicken in die lokale Geschichte und einem sehr bereichernden Austausch mit finnischen Jugendlichen und Fachkräften. Wir konnten direkt erleben, wie die Jugendarbeit in Finnland gelebt wird und welche positiven Effekte sie für junge Menschen hat.
Was für eine Reise! Nur noch ein Tag bleibt uns in Finnland. Seid gespannt auf den letzten Bericht unserer Erlebnisse!


Kommentare

Beliebte Posts aus diesem Blog

Dein nächstes Abenteuer wartet: Jugend im Hunsrück besucht die Schüler:innenwerkstatt in Nickelsdorf

Auf nach Finnland! Jugend im Hunsrück sucht Teilnehmer für Exkursion in die Partnerregion

Mitbauen an unserer Zukunft - Partizipation im Projekt 'Jugend im Hunsrück'